Rekord: 200 männliche Führungskräfte kommen zum Barcamp „Men@Work“ am 25.2.26 in Berlin!
Klingt gut?! Stimmt aber nicht 😉 (Mal abgesehen davon, dass die Räumlichkeiten dafür nicht ausreichen.)
Die gute Nachricht unserer Forschung von @Leaders for Equality: Die Motivation, sich für Gleichstellung zu engagieren, ist da. Die schlechte: Irgendetwas hält die männlichen Führungskräfte zurück.
Sie motiviert:
- Als Verantwortliche für Organisationsveränderung zu agieren – nicht als „Verursacher“ eines (vermeintlichen) Frauenthemas
- Als Vorbilder, die neue Führungsstile vorleben und Gesicht wahren, ohne alte Männlichkeitsbilder zu bedienen
- Durch eigenen Nutzen: Flexible Arbeitsformen, aktive Vaterschaft, bessere Work-Life-Integration
- Durch Business-Argumente: Gemischte Teams, Fachkräftegewinnung, besseres Arbeitsklima
- Als Zukunftssicherer, die vom demographischen Wandel wissen und Lösungen gestalten wollen
Warum klappt es trotzdem oft nicht?
- Das „Nachsitzen-Feeling„: Es fehlen Räume für echten Austausch unter Männern – ohne erhobenen Zeigefinger, mit Platz für Reflexion und Perspektivenwechsel
- Privilegien abgeben macht Angst: Bisherige Vorteile zu verlieren, löst Verunsicherung aus. Das Gefühl der Benachteiligung ist oft diffus – es braucht Raum für diese Ängste
- Identität im Wandel: Gleichstellung irritiert das Selbstverständnis als Führungskraft UND als Mann. Dieser Balanceakt braucht Fingerspitzengefühl
- Keine Vorbilder im Top-Management: Männer suchen nach Rollenmodellen, die neue Männlichkeitsbilder verkörpern – finden sie aber selten
- „Das ist doch ein Frauenthema„: Solange Gleichstellung so kommuniziert wird, fühlen sich Männer nicht zuständig – obwohl es ein Organisationsentwicklungsprozess ist.
Die Arbeitswelt geschlechtergerecht(er) gestalten beim Barcamp:
„Ich will mich engagieren – aber bin ich überhaupt berechtigt mitzureden?“ Wie können wir in Organisationen Räume für diese Unsicherheit schaffen?
„Ich sehe die Vorteile – aber was verliere ich dabei?“ Wie können wir ehrlich über Privilegien sprechen, ohne dass Abwehr und Rechtfertigung den Dialog dominieren?
„Ich würde gerne Vorbild sein – aber wie geht das konkret?“ Welche Wege gibt es, Gleichstellung zu leben, ohne das Gefühl des Verrats an der eigenen (beruflichen) Identität?
Mitmachen:
Lasst uns darüber – und über viel mehr oder anderes – diskutieren, Ideen sammeln, Veraltetes verwerfen, Neues ausprobieren. Beim Barcamp gibt es Raum für die Gestaltung des Wandels in der Arbeitswelt – ohne vorgefertigte Agenda, dafür mit Euren Themen: Auf Augenhöhe. Praxisnah. Zukunftsorientiert.
Es gibt noch freie Plätze – für Frauen, für Männer, für alle! Wir freuen uns auf Euch https://bundesforum-maenner.de/veranstaltung/barcamp-menatwork-die-arbeitswelt-geschlechtergerechter-gestalten/
